Fernwärme für Skandinaviens höchsten Wolkenkratzer

Im schwedischen Göteborg wird hart am Bau des höchsten Wolkenkratzers Skandinaviens gearbeitet. Ein wichtiger Bestandteil dieses Großprojekts ist der Bau einer neuen Fernwärmeanlage. Brownline wurde von BAB Rörtryckning AB beauftragt, zwei Bohrungen für dieses Projekt zu vermessen.

Das Hochhaus Karlatornet ist Teil des im Bau befindlichen Karlasteden-Komplexes. Dieser Komplex besteht aus neun Gebäuden und wird im Lindholmen Science Park in Göteborg errichtet. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2023 wird das Karlatornet nicht weniger als 245 Meter hoch sein und aus 73 Stockwerken bestehen und damit das höchste Gebäude in ganz Skandinavien sein. In ganz Göteborg wird Fernwärme genutzt, was bedeutet, dass dies auch in diesem neuen Komplex der Fall sein wird. Um für den gesamten Komplex ausreichend Kapazitäten zu gewährleisten, hat sich der örtliche Energieversorger Göteborg Energi entschieden, das bestehende Netz zu erweitern.

Dieser neu errichtete Teil des Fernwärmenetzes besteht aus zwei Rohrleitungen mit einem Durchmesser von 900 mm und einer Gesamtlänge von 260 Metern. Die Rohre werden in einer Tiefe von 15 Metern in der unterirdischen Tonschicht verlegt. Die Trajektorie enthält viele bestehende Pipelines, aber auch Reste der Fundamente alter Brücken und Bahntrassen. Die Kombination aus weichem Boden und vielen unterirdischen Hindernissen erforderte bei dieser Bohrung absolute Kontrolle und extreme Genauigkeit. Durch die Wahl des Drillguide Gyro Steering Tool in Kombination mit dem GPS Track zur zusätzlichen Verifizierung konnten alle Herausforderungen problemlos gemeistert werden. Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Bohrteam der BAB Rörtryckning konnten beide Pilotbohrungen innerhalb von 3 Tagen durchgeführt werden. Das gesamte Projekt, einschließlich des Ziehens der Produktrohre, wurde in nur 16 Tagen abgeschlossen.

Dieses Lehrbuchbeispiel eines perfekt ausgeführten und abgestimmten Horizontal-Richtbohrens hat bei allen Beteiligten zu großer Zufriedenheit geführt. Die Fristen wurden eingehalten, sodass der Bau des beeindruckenden Karlatornets planmäßig voranschreiten konnte.

 

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